Sonntag, 10. März 2013

Rio hat uns verzaubert und zwar so richtig!

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Rio de Janeiro, ein Album auf Flickr.

Diese Stadt verzaubert einen von Kopf bis Fuss mit allem was sie zu bieten hat. Die liebenswerten Menschen hier, das tolle Essen, die bunten Strassenviertel mit ihrer Kultur, die heissen Samba Rhythmen Nachts in den Strassen von Lapa, Cristo Redento der über die Stadt wacht und ganz besonders die Aussicht vom Zuckerhut.
Allein Cristo Redento war überwältigen und die Fernsicht extrem schön, aber anschliessen noch bei Sonnenuntergang die Stimmung und das Feeling vom Zuckerhut aus zu beschreiben ist fast unmöglich! Das ist eine offizielle Liebeserklärung an diese Stadt!
Die Aussicht auf die Stadt wenn die Sonne unter geht vom Zuckerhut aus ist kaum in Worte zu fassen, das muss man erlebt haben! Wir haben diesen Tipp Von einem super lieben Schweizer erhalten den wir in Bariloche kennengelernt haben, er hat uns geraten Abends da hoch zu gehen und er hatte ja soooo recht!
RIO WIR LIEBEN DICH ;) Ich war bestimmt nicht das letzte mal hier. Die Copacabana leuchtet und funkelt wunderschön Nachts und die dahinter liegende Ipanema Beach ist auch tagsüber einen Besuch wert :) Wir haben tags darauf die Stimmung da genossen, die knackigen Poppos der heissen Latinas abgecheckt hihi (und jaa auch ich, nicht nur Manu), lecker gegessen und uns ab und zu im kühlen Nass erfrischt, das war auch bitter nötig bei 36 Grad im Schatten ;)
Der Abschied ist uns schwer gefallen, ich hätte gut noch eine Woche bleiben können aber freie Zimmer hier sind eine Mangelware und wir hatten schliesslich schon die Bustickets für nach Santos gekauft. Denis, Manus Bruder, weilt zur Zeit hier, arbeitsbedingt und wir haben uns dann entschlossen ihn zu besuchen. Santos liegt eine gute Stunde südlich von Sao Paulo direkt am Meer. Ich hätte etwas ganz anderes erwartet aber hier geht's gut zur Sache :) Die Caipis fliessen auch hier in Strömen und der Strand ist auch toll! Kurz – wir lassen es uns gut gehen und geniessen Brasilien in vollen Zügen.
Nach einem Horrortrip per Bus sind wir nun nach 24 Stunden auch in Puerto Iguazu angekommen.
Von Brasilien aus haben wir uns in einem uralten Bus ohne jeglichen Komfort Richtung Süden gemacht. Am Busbahnhof habe ich noch blöde Witze gemacht dass wir in diesem Bus nie in Foz de Iguazu ankommen würden, ich wusste ja nicht wie recht ich behalten würde :)
Der Bus stank nach Urin und hinter mir ein alter Mann der gestunken hat wie vergammelt und die ganze Nacht lauthals gesungen hat! Das Kind vor mir dass Amok gelaufen ist war gerade heilig dagegen und war nichts im Vergleich zu der gesamten Busfahrt. Als sie dann irgendwo in Sao Paulo noch eine Typen eingeladen haben wo mir die Kotze schon bis zum Halszäpfchen hochkam, überlegte ich kurz auszusteigen! Nicht nur ich kämpfte mit dem Brechreiz auch Manu war schon kreidebleich. Er meinte «Hier riechst nach offener Wunde» hahaha.
Stunden später irgendwo im Nirgendwo war ja klar dass wir noch eine Buspanne hatten. Das Klappergestell von Bus hat sich eine Platte eingefahren. Nach 2h Pneuwechsel in strömendem Regen gings dann doch noch weiter ;)
Kurz, es war ein Horrortrip und wir sind todmüde in Foz de Iguazu angekommen (Brasilianische Seite). Mit dem normalen ÖV Bus gings dann über die Grenze nach Argentinien, nach Puerto de Iguazu. Klar war auch, dass der Bus nur im Stundentakt verkehrt und er an der Grenze selbstverständlich NICHT gewartet hat bis wir uns aufgestempelt hatten in Brasilien :)
Aber, hier sind wir nun in Puerto Iguazu und besichtigen morgen die Wasserfälle hier, wir freuen uns!

Samstag, 2. März 2013

Rio – One Love <3

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Rio de Janeiro, ein Album auf Flickr.
Hmm Bariloche – wie soll ich das bloss sagen – ist eigentlich identisch mit der Schweiz :)
Vierwaldstättersee mit den Bergen rundherum. War schön aber für uns Schweizer nicht unbedingt der WOW-Effekt wie für die andern Hostelbewohner.
Wir haben wieder tolle Leute kennen gelernt in Bariloche und sind somit irgendwie nie vor 3h ins Bett gekommen weil wir soooo viel zu Lachen hatten :)

Nach Bariloche machten wir uns auf den Weg nach Mendoza, seeeehr berühmt für guten Wein. Im Angebot ganz oben steht da eine Weintour mit dem Fahrrad. Selbstverständlich haben wir uns das nicht entgehen lassen. Anfangs waren wir ein wenig überfordert mit dem Temperaturunterschied von Bariloche zu Mendoza! Hatten wir vorher noch die Termounterwäsche zur Hand, stehen die kurzen Hosen wieder ganz oben momentan :)
Bei 32 Grad trampelten wir also los mit dem Fahrrad und machten uns auf den Weg zur Weindegustation. Wir besuchten auf dem ersten Weingut auch gleich ein Museum, sehr interessant wie Wein hergestellt wird ect. ect.
Auf leerem Magen kommt dann die Degustation ganz gut und wir verlassen ein wenig schwankend das Anliegen. Wir radeln weiter zu Weingut 2 wo wir auch schon hungrig sind und uns verwöhnen lassen mit weiteren Weinproben und einem Mittagessen. Station 3 reichte es bei uns nur noch für einen Kaffe und ein Wasser ;) Irgendwann ist dann mal auch mal gut.
Abends ist im Dorf dann ein Italienisches Fest, für alle Italos die in Mendoza leben, TOLL, wir freuen uns und essen uns durch die Stände. Alles in Allem, Mendoza ist ein toller Fleck für Weinliebhaber und gefällt uns prima.

Nach Mendoza brauchen wir einen Break von Argentinien und gönnen uns einen Flug nach RIO DE JANEIRO! Ich bin schon ganz aufgeregt – Was hat diese Stadt wohl zu bieten??????
Ist es so gefährlich wie überall im Lonely Planet gewarnt wird? Wie verständigen wir uns? – Blick in die Tasche, fehlt schon was?????? haha – Welches Taxi nehmen wir? Wie sind die Preise? Sollen wir heute noch feiern gehen oder lieber nicht??? – erneuter Blick in die Tasche? Noch alles da?? :)

Wir sind in Rio angekommen und müssen feststellen, hier geht gaaar nichts mit Spanisch und Englisch! Hilfe, wir versuchen ein Taxi zu bestellen mit Händen und Füssen und finden's schon sehr amüsant immer dieser Gag mit «Häsch no alles??»

Wir haben schon die erste Nach hinter uns mit folgenden Kopfschmerzen von den Caipis ;) Wir waren feiern im Stadtteil Lapa mit Einheimischen die in unserem Hostel arbeiten, einem Pärchen aus Stuttgart, die wir auch hier kennen gelernt haben und einer Amerikanerin :) Da soll mir noch jemals einer sagen Paris ist die Stadt der Liebe ;) DER WAR NOCH NIE IN RIO haha….. Fazit bis jetzt, WIIIIIIR LIIIIEBEN RIO!

Hier wird noch richtig gefeiert ohne BumBum sondern mit heissen Latino Rytmen auf der Strasse, guten Drinks, kurzen Shorts! Hier wird man tatsächlich im Restaurant noch umarmt wenn man als Obertouri in einem Einheimischen Restaurant isst und dem Personal zu Verstehen gibt, dass man das Brasilianische Nationalgericht «Fejioda» heiss und innig liebt :)

Die Leute hier sind seeehr stolz auf ihr Land aber sind genau so neugierig woher du kommst, sie schwärmen von Italien und dessen Fussball (haha das ist seeecht witzig)!
Wir werden einfach so angesprochen von einer Gruppe junger Brasilianer und sie zeigen uns stolz ihre Tattoos auf italienisch ;) Im Herzen sind sie irgendwie genau so Multikulti, halb Italo, halb Deutsch, halb Chilene, halb was weiss ich nicht mehr alles – sprechen leider aber nur Brasilianisch und wir nur Spanisch und Englisch;) ABER, wir verstehen uns prächtig und haben einen wunderbare Nacht in Lapa!

Samstag, 23. Februar 2013

West-Patagonien

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West-Patagonien, ein Album auf Flickr.

Richtung Süden und wieder hoch...


Von Puerto Madryn aus, haben wir uns via Bus 19h auf den Weg gemacht nach Rio Gallegos. Dort ein kurzer Aufenthalt von 3 1/2h und dann weiter nach El Calafate, zum berühmten Perito Moreno Gletscher.
Wie es der argentinische Zufall so will, ist der Bus schon 3/4 h zu spät, was uns auch nicht weiter stört… Im Bus schliessen wir sofort Bekanntschaft mit einer argentinischen Dame, die mit Ihrer Mutter und Schwester aus dem Urlaub zurück kehrt nach Rio Gallegos, eine witzige Frau die ich sofort in's Herz schliesse (warum erfahrt ihr später).

Wir tuckern so dahin und die Fahrt wird immer wieder unterbrochen durch langes (zu langes) Tanken, Leute aufladen, Gepäck ein- und ausladen ect. Ich habe schon langsam Hunger und freue mich aufs Abendessen im Bus… Die Zeit verstreicht und das Abendessen lässt auf sich warten, wie uns dann der nette Herr im Bus erklärt fäll es leider aus – kein warm Wasser heute an Bord!
Oje, zum Glück haben wir mit gedacht und Sandwiches vorbereitet. :)
Wir werden um 22.00 Uhr erlöst und endlich gibt's warmen Wasser und somit auch Abendessen.
Hungrig stürzen wir uns übers Essen und ich möchte soeben noch ein Schluck Cola trinken, als mich aus dem Becher eine nette Kakerlake anwuselt – ich trinke nur noch Wasser aus der Flasche :)

Um halb eis in der Nacht werden wir unsanft von einer Polizeikontrolle aufgehalten, Ausweise werden verlangt (obwohl wir uns nicht über die Landesgrenze hinweg bewegen). Das reicht den Polizisten noch nicht und der ganze Bus, der mittlerweile schon über 2h Verspätung hat wird gefilzt.
Das ganze Gepäck wird ausgeladen!!!!!!
Und jetzt kommt's! Die argentinische Dame vor mir ist mir auf Anhieb noch sympathischer als sie den Ausraster des Tages hinlegt haha :) Endlich bin es einmal nicht ich die bei solchen Aktionen die Nerven verliert!! Ich unterstütze ihren Ausraster mit einem heftigen Kopfnicken und bin VOLL IHRER MEINUNG! Sie beginnt den Polizisten regelrecht zu löchern und schnauzt ihn an – HERRLICH ;)

Als sich die Gemüter beruhigt haben und das Gepäck wieder im Bus ist geht's weiter und wir schlafen friedlich ein. Der ganze Bus wird auf dieser einen Fahrt noch 2 weitere Male auseinandergenommen, Pass zeigen hier, Pass zeigen da, Drogenhunde im Bus und und und… ich rechne schon nicht mehr mit dem Anschluss.
Die nette argentinische Dame erkundigt sich immer wieder bei mir ob alles in Ordnung ist und ob ich mich gut fühle, richtig niedlich! In Rio Gallegos verabschiedet sie sich von mir als würden wir uns schon ewig kennen.
Wir kommen dann müde aber froh in El Calafate an und wir sind begeistert. Das nette Örtchen gleicht einem Skiort in der Schweiz mit indianischem Einschlag. Die Indiokultur ist allgegenwärtig.
Wir wohnen im Hostel America del Sur, ein wunderbarer, nicht ganz billiger Fleck mit herrlicher Aussicht auf den See. Das nette Personal organisiert uns sogar die Weiterreise nach El Chaltén.

Wir besuchen gut ausgeruht am nächsten Tag den Glätscher Perito Moreno, seeehr, sehr eindrücklich und seeeehr kalt :) An dieser Stelle nochmals vielen Dank für das tolle Weihnachtsgeschenk – die Termounterwäsche ;)

Nach El Calafate steht El Chaltén auf dem Plan. 4h entfernt von El Calafate mit dem Bus.
Wir haben festgestellt, dass anscheinend vor jedem etwas bedeutenderen Ort hier eine Polizeikontrolle stationiert ist. Wir warten also noch ein x-tes mal als der Bus kontrolliert wird, zeigen brav die Pässe und lassen eine Stunde verstreichen.
Im Hostel angekommen so kurz nach Mittag entschliessen wir uns eine kleine Wanderung zu machen. El Chaltén ist eigentlich nur deshalb berühmt, die wunderbaren Wanderwege zum Cerro Fitz Roy.
Das Dörfchen ist menschenleer, nur ab und an sieht man einen Backpacker – fast beängstigend.
Wir laden also das Gepäck ab und wandern 1h zum Wasserfall, geniessen die Atmosphäre und wandern wieder eine Stunde zurück, Fazit: 1. Sonnenbrand :)
Am nächsten Tag, gut eingecremt, entscheiden wir uns für die 8h Route zum Fiz Roy. Wir, DAS Wanderpaar schlecht hin, denken uns nichts böses :) Der Trip an sich war hammermässig, leider sehnte ich mich nach den ersten 3 Stunden schon nach einem Bett haha. Der Aufstieg war hart, der folgende Abstieg sollte noch viiiiel härter werden.
Nach 2 Stunden kommt man zum Basislager des Fitz Roy und wir Sportskanonen entscheiden uns für den Aufstieg zum obersten Aussichtspunkt, soooo schlimm kanns ja nicht werden :) Naja, sagen wir's mal so, ich spüre nur noch Schmerzen von Fuss bis ca. Hüfte. Oben angekommen wird man dafür mit einem gigantischen Ausblick auf den Fitz Roy belohnt und das ist echt überwältigend! Man kann ihn fast anfassen so nah!
Der Abstieg zurück zum Basislager ist dann noch mal 1h, ich hatte da gehofft es wäre nicht mehr weit zurück ins Dorf. Mit zittrigen Beinen vom Gipfel-Abstieg folgten die härtesten 3 Stunden. Da hilft nichts mehr – nur noch Kopf abstellen und laufen, laufen, laufen!
Fix und fertig müssen mir noch packen, denn am nächsten Tag geht's schon weiter nach Bariloche.

In der Früh geht's dann los nach Bariloche, da die Fahrt 28h dauert wird diese in 2 Etappen durchgeführt. Wir schlafen im Dorf Perito Moreno – nicht zu verwechseln mit dem Gletscher ;)
Die hinterletzte Abstiege haben sie uns organisiert, das Pärchen mit uns im Zimmer ist ebenso schockiert! Das miefige Zimmer mit den noch miefigeren Bettdecken ist so gar nicht appetitlich. Nach einem grooooossen Bier legen wir uns dennoch schlafen und ich bin heil froh um meinen Seidenschlafsack.

Endlich in Bariloche angekommen beziehen wir unser Zimmer und gehen auch gleich auf die Suche nach einem guten Restaurant. Bariloche ist bekannt für Forellen :) Das freut mich natürlich, da ich seit langem gerne wieder einmal guten Fisch essen möchte! Und jetzt ab ins Bett ;)